Sonntag, 05. April 2020
Notruf: 112

Chronik - Geschichte

 

1. Von der Gründung bis zum ersten Weltkrieg

Die Freiwilligen Feuerwehren in ihrer jetzigen Organisationsform reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Unter dem Eindruck verheerender Brandkatastrophen wurde im damaligen Bezirksamt die FFW Vohenstrauß 1865 als erste ins Leben gerufen. 1873 erfolgte dann die Gründung der Feuerwehr Waldthurn.
Auch in Bernrieth wurde immer mehr die Notwendigkeit einer Feuerwehr erkannt. Auf Initiative des damaligen Oberbernriether Schulverwesers Bernhard Erhard wurde deswegen am 1. Oktober 1878 die Freiwillige Feuerwehr Bernrieth als eine der ersten Dorffeuerwehren gegründet. Die Gründungsurkunde konnte glücklicherweise von Franz Bergler, Waldthurn, im Archiv Amberg gefunden werden und hat folgenden Wortlaut:



Von der Gemeindeverwaltung Bernrieth an das kgl. Bezirksamt Vohenstrauß: Es wird einem kgl. Bezirksamte gehorsamst angezeigt, dass sich in Bernrieth eine freiwillige Feuerwehr gebildet hat. Dieselbe besteht bis dato aus 28 aktiven und 8 passiven Mitgliedern. Zugleich werden einem kgl. Bezirksamte die Ausschussmitglieder bekannt gegeben und die abgefassten Statuten, welche beiliegend zur Genehmigung gehorsamst überreicht werden. 
In den Ausschuss wurden gewählt:

1. Johann Waldhier von Bibershof als Vorstand
2. Bernhard Erhard, Lehrer, als Hauptmann
3. Georg Stich, Maurer von Bernrieth, als Adjutant
4. Christian Strigl, Taglöhner von Bernrieth, als Rottenführer und Requisitenmeister
5. Balthasar Baier, Gütler und Maurer aus Oberbernrieth, als Obersteiger
6. Sebastian Riedl, Mesner vom Fahrenberg, als Rottenführer
7. Anton Simson aus dem Passivstande
8. Schaller von Bibershofaus dem Passivstande.

Die Requisiten der Wehr bestehen aus einer zweirädrigen Feuerspritze, etlichen Metern Schläuchen und Feuereimern.
Ferners haben in der Gemeinde Bernrieth immer zwei Häuser eine Feuerleiter und einen Feuerhaken, welche der Feuerwehr bei den Übungen und bei Bränden zur Verfügung stehen. Das Vereinslokal befindet sich im Wirtshaus zu Oberbernrieth. Gezeichnet Waldhier, Bürgermeister.


Die oben angeführte Löschmaschine war aber anscheinend nicht mehr zeitgemäß, denn bei einer Inspizierung am 28.10.1893 wurde vom Bezirksamt der Vorschlag gemacht, eine moderne Sauglöschmaschine anzuschaffen. Der Gemeinderat Bernrieth lehnte dies am 9.11. aber mit folgender Begründung ab:

1. Glauben die Unterzeichneten, dass für die Bedürfnisse der Gemeinde die jetzige Löschmaschine ausreichend Genüge leistet;

2. ist zum Transport einer größeren Maschine das nötige Gespann nicht vorhanden, da nur in Neuenhammer, Hagenmühle und Schafbruck ein Pferd zur Verfugung steht, die Maschine aber in Oberbernrieth in Verwahrung ist;

3. sind die Wasseranlagen nicht derart, dass eine Saugpumpe unbedingt notwendig wäre, da Bäche und Teiche mit steilen Uferböschungen nicht vorhanden sind.

Das Bezirksamt ließ in dieser Angelegenheit jedoch nicht locker, und so beschloss am 31.1.1896 der Gemeinderat die Anschaffung einer neuen Feuerspritze Nr. 7 zum Preis von 545 M. Die alte Kübelspritze auf zwei Rädern mit Kupferkessel und Lederriemen wurde nach Hagenmühle gebracht Um die neue Handdruckspritze im Gerätebaus unterbringen zu können, musste erst das Tor erweitert werden. Sie war bis 1960 in Gebrauch und befindet sich noch im Besitz der Wehr.



Wie modern (für die damaligen Verhältnisse) die Bernriether Wehr ausgerüstet und ausgebildet war, zeigte sich 1901 beim großen Stadtbrand in Pleystein, wo die Wehr sehr rasch am Brandplatz war und für ihren unerschrockenen und tatkräftigen Einsatz höchstes Lob erntete.
Doch auch Oberbemrieth selber blieb von Brandkatastrophen nicht verschont. Nachdem schon 1902 3 Anwesen ein Raub der Flammen wurden, loderte der „rote Hahn" am Palmsonntag, dem 9.4.1911, erneut über dem kleinen Dorf und vernichtete 8 Anwesen. 'Aufgegangen' war das Feuer früh um 7 Uhr beim Wirt. Gegen diese Feuersbrunst war die Wehr weitgehend machtlos, da ein starker Ostwind den Funkenflug noch begünstigte. Schließlich brach am 30.5.1913 morgens um 3/4 4 Uhr nochmals ein Feuer aus, das die Anwesen Grätsch und Striegl in Asche legte. In diesen schlimmen Zeiten bewährten sich der Zusammenhalt und der Gemeinschaftsgeist in der Ortschaft.
Der 1. Weltkrieg ging nicht spurlos an der Bernriether Wehr vorbei: Eine ganze Reihe hoffnungsvoller Mitglieder gab ihr Leben für Kaiser und Vaterland.

2. Die Zeit zwischen den zwei Weltkriegen

Die Arbeit im Verein ging tatkräftig weiter. 1919 hatte die Wehr einen Mitgliederstand von 51 Männern, wobei U als „Ehrenmitglieder" geführt wurden. Jährlich wurden 4 Übungen abgehalten. 1921 wurde der Mitgliedsbeitrag auf 2 RM erhöht, 1923 betrug er schon 100 RM. 1927 hatte die Wehr bereits 72 Mitglieder. Der Stand wird wie folgt beschrieben:

Steiger einschließlich Dienstgrade - 7 Mann
Spritzenmänner einschließlich Dienstgrade - 18 Mann
Ordnungsmänner einschließlich Dienstgrade - 44 Mann
Dienstgrade, die nicht in Zügen sind - 3 Mann

Interessant ist auch die berufliche Zusammensetzung der Bernriether Feuerwehrleute; so waren 16 selbständige Landwirte aktiv, 21 Fabrikarbeiter (Zottbachtal), 6 Handwerksgehilfen und ein Beamter. Den Rest stellten Bauernsöhne und landwirtschaftliche Gehilfen.
In der Zeit des Nationalsozialismus schnellte die Anzahl der Übungen sprunghaft in die Höhe: So wurden 1937 12 Übungen abgehalten, und an der Spitze der Wehr stand jetzt ein „Wehrführer". Bei der Besichtigung am 15.06.1941 ordnete der Kreisführer Strigl an: „Die Wehr hat unter allen Umständen zu üben! Bei Bedarf ist HJ oder sonstige Jugend heranzuziehen und auszubilden!". Bittere Wunden schlug der II. Weltkrieg, und es dauerte lange, bis die Wehr wieder ihren Vorkriegsstand erreichte.

3. Die Zeit nach dem II. Weltkrieg bis 1978

Nur langsam kam nach der großen Katastrophe das Leben wieder in die normalen Gänge. 1947 fand die erste Generalversammlung nach dem Kriege statt. Über 10 Jahre leitete Albert Waldhier aus Bibershof als Vorstand und Kommandant mit großem Einsatz den Verein; sein Stellvertreter war Josef Striegl. 1957 wurden die Ämter wieder getrennt: Vorstand wurde Joseph Gmeiner, Kommandant Hans Lang. Beide haben sich ebenfalls bleibende Verdienste um die Wehr erworben. 
Nachdem bis zum Ende der 50er Jahre die alte Saug- und Druckspritze treulich ihren Dienst getan hatte, setzte sich allmählich der Gedanke durch, im Sinne einer modernen Ausrüstung ein Motorlöschgerät anzuschaffen. Um eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit zu haben, baute man 1959/60 ein schmuckes Gerätehaus mit Schlauchturm. Dank der Eigenleistungen und Spenden brauchte man dafür nur 9 600 DM aufzuwenden. Am 11.12.1960 wurde der Wehr dann das neue TS 8/8 Motorlöschgerät zum Preis von 12 000 DM übergeben. Am 11. Mai 1961 erhielten das Gerätehaus und die Spritze im Rahmen eines Kreisfeuerwehrtages den kirchlichen Segen.
1962 trat ein Wechsel an der Vereinsspitze ein: Josef Lang aus Pfifferlingstiel wurde nun Vorstand, Kommandant blieb Johann Lang, Schriftführer war der Lehrer Adolf Sturm und Kassier Johann Feiler.


1. Löschgruppe von 1963



Hand in Hand mit der Modernisierung der Ausrüstung kam nun auch ein ausbildungsmäßiger Aufschwung, der bis heute ungebrochen anhält. Der Übungsbetrieb wurde auf Betreiben des Kommandanten Lang sehr intensiviert, und während bisher bei den Besichtigungen der Ausbildungsstand als „genügend" eingestuft wurde, konnte KBI Strigl bald erfreut feststellen, dass die Bernriether Wehr dank ihrer modernen Ausrüstung und sehr guten Ausbildung ein Vorbild für alle anderen Wehren des Landkreises sei.
KBI Strigl, der 1963 zum Ehrenmitglied ernannt wurde, regte an, sich doch an den Erwerb der neu geschaffenen Leistungsabzeichen zu machen, und bereits am 3.8.1963 konnte im Rahmen eines Kameradschaftsabends den Mitgliedern der l. Löschgruppe das Abzeichen in Bronze ausgehändigt werden. 1964 folgte die 2. Gruppe und bereits 1966 verfügte die Wehr über 3 voll ausgebildete Gruppen.
Die Neuwahlen von 1967 ergaben eine Verjüngung der Vorstandschaft: Vorstand wurde nun Josef Müller, sein Stellvertreter Josef Feiler. Kommandant blieb Hans Lang, sein Stellvertreter wurde Albert Wüst. Schriftführer war seit September 1966 Georg Schmidbauer, und Johann Feiler blieb Kassier.
Auf Betreiben des neuen Vorstands nahm immer mehr eine Idee der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs Gestalt an. Durch eiserne Sparsamkeit, Intensivierung der gesellschaftlichen Veranstaltungen und Ausschöpfung aller Zuschussmöglichkeiten konnte das Vorhaben bereits 1968 in die Tat umgesetzt werden: Zum Preis von 21 000 DM wurde das neue Löschfahrzeug gekauft und erhielt am 16.6.1968 - im 90. Jahr des Bestehens der Wehr - den kirchlichen Segen. Voller Stolz überreichte Bürgermeister Beimler an Kommandant Lang den Schlüssel für das neue Fahrzeug.






Einen weiteren Glanzpunkt setzten die Aktiven in diesem Jahr selbst: Die 2. Löschgruppe siegte im Leistungswettbewerb in Eslarn und gewann den „goldenen Helm"; die erste Gruppe landete auf dem 2. Platz. Dieser großartige Erfolg machte die Truppe vom Fahrenberg schlagartig weithin bekannt. 1969 verfügte man schon über 4 Löschgruppen. 1971 gab es erstmals „Gold" für die 1. Gruppe, die 2. Löschgruppe wiederholte 1971 diesen Erfolg.


          

 

Doch zogen im Zusammenhang mit der Gebietsreform dunkle Wolken über der Wehr auf: Durch die Auflösung und Zerstückelung der politischen Gemeinde Bernrieth war auch die Existenz der Feuerwehr Bernrieth bedroht. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sprachen sich in Anwesenheit von KBI Sommer alle Mitglieder einmütig für den Fortbestand der Wehr aus. Dank Eingaben an die Regierung und mit tatkräftiger Unterstützung von Staatsminister August Lang konnte die Gefahr abgewendet werden.
Bei der Generalversammlung 1973 musste der verdiente und engagierte Kommandant Hans Lang aus gesundheitlichen Gründen sein Amt abgeben. Sein Nachfolger wurde Konrad Gmeiner.
Mit den Leistungsprüfungen 1974 - inzwischen war noch eine 5. Gruppe gebildet worden - sah sich die Wehr in der ausbildungsmäßig einmaligen Lage, dass jeder Aktive im Besitz eines Leistungsabzeichens war. Auch eine Jugendgruppe konnte gebildet werden. In diesen 70er Jahren wurde auch das gesellschaftliche Element wieder mehr in den Vordergrund gerückt: Die traditionellen Christbaumversteigerungen wurden zu tollen Erfolgen, Tanzveranstaltungen und Kameradschaftsabende, die in der Regel vom legendären „Fahrenberg-Trio" umrahmt wurden, trugen zu einem regen Vereinsleben bei. 
Bei der Generalversammlung 1977 tauchte erstmals der Gedanke auf, ob man das 100-jährige Gründungsfest 1978 gebührend feiern solle. In einer außerordentlichen Generalversammlung i m Juli 1977 sprachen sich alle Anwesenden einstimmig dafür aus, das Gründungsfest mit Fahnenweihe in würdigem Rahmen zu begehen. Ein Festausschuss wurde gebildet, der Georg Schmidbauer zum Festleiter und Josef Feiler zum stellvertretenden Festleiter bestimmte. Unverzüglich wurde nun in zahlreichen Sitzungen mit den Vorarbeiten begonnen. Durch hochherzige Spenden aller Vereinsmitglieder konnte die neue Fahne komplett bezahlt werden. Johann Prem stellte uneigennützig seine Wiese als Festplatz zur Verfügung, und als Schirmherren konnten Landrat Kreuzer und MdL Lang gewonnen werden.
In der Zeit vom 14. - 17. Juli 1978 ging nun das bestens vorbereitete Jubiläum über die Bühne. Unvergessen der Festauftakt mit dem beeindruckenden Totengedenken und dem Festauftakt mit erstaunlich vielen Besuchern. Im Rahmen eines Festkommerses wurden zahlreiche Kameraden geehrt. Der Samstagnachmittag bot dann unter der Regie von KBM Schönberger eine Schauübung, die Ihresgleichen suchte. Das Gastspiel des „Tegernseer Alpenquintetts" füllte das Festzelt beim Festabend mit Heimattreffen der ehemaligen Bernriether. Den Höhepunkt stellte aber ohne Zweifel der Sonntag dar: Der Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Renner und musikalisch gestaltet vom Gesang- und Orchesterverein Waldthurn, bei dem die neue Fahne den kirchlichen Segen erhielt, bleibt in dauernder Erinnerung, ebenso wie der grandiose Festzug mit über 100 Vereinen. So viele Menschen wie damals hat das verträumte Oberbernrieth mit Sicherheit noch nie gesehen. Auch der Tag der Behörden und Betriebe am Montag fand nochmals guten Zuspruch, so dass die Verantwortlichen mehr als zufrieden sein konnten. In der Presse fand dieses Jubiläum eine hinreichende Würdigung, und in der Öffentlichkeit konnte man viele anerkennende Worte hören. Für alle Beteiligten aber war es ein unvergessliches Erlebnis und gleichzeitig ein schlagender Beweis für den Zusammenhalt innerhalb der ehemaligen Gemeinde. Mit einem Dankgottesdienst für den unfallfreien Verlauf des Festes und einer Nachfeier klang das Jubiläumsjahr aus.

 

4. Von 1978 bis 2000


Dass man auch im Jubiläumsjahr ausbildungsmäßig nicht untätig war, bewiesen die Leistungsprüfungen im Herbst 1978: Die „Seniorengruppe" errang das Abzeichen Gold in Blau, ebenso die 2. Löschgruppe. Dazu stellte sich auch noch eine dritte Gruppe dem Schiedsrichterteam. Auch die Jugendgruppe mit Ernst Müller, Manfred Feiler, Hans Feiler, Albert Wüst, Rainer Dittmann, Josef Weig, Richard Riedl, Josef Schaller, Konrad Sittauer und Heinrich Weig errang mit vorzüglicher Leistung im November 1978 die Jugendspange.
Im Jahr nach dem Fest begannen auch die sehr gut angenommenen Vereinsausflüge. So wurde im Mai 1979 eine Fahrt ins Frankenland mit zwei Bussen durchgeführt mit Besuch der Flughafenfeuerwehr Nürnberg, des Schlosses Pommersfelden und des Freizeitparks Schloss Thurn. Weitere Ziele in den nächsten Jahren waren z. B. das Altmühltal oder Berchtesgaden mit Königssee.
Heimatliches Brauchtum wurde und wird gepflegt mit der Aufstellung eines Maibaums. Mit Tänzen, Kameradschaftsabenden und sonstigen Veranstaltungen kam auch das gesellige Element nicht zu kurz.
Die Zahl der Aktiven bewegte sich zu Beginn der 80er Jahre immer um die 40 Mann. Auch 8 Übungen sowie die alljährlichen Leistungsprüfungen gewährleisteten einen hohen Ausbildungsstandard.
Bei der Generalversammlung 1982 trat nach 15-jähriger Amtszeit der 1. Vorstand Josef Müller zurück. Die Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis: Neuer Vorstand wurde Franz Schaller, Bibershof, sein Stellvertreter Josef Müller. Dieser wurde wenig später zum Ehrenvorstand ernannt.
Anfang der 80er Jahre kam das Seilziehen in Mode. Die Wehr stellte zwei sehr erfolgreiche Teams und veranstaltete auch mehrmals Seilzieherfeste in der Buchbergerhalle, die jeweils große Erfolge wurden. 1982 tauchte auch erstmals der Gedanke an ein Dorffest in Oberbernrieth auf, allerdings dauerte es dann noch bis 1987, bis der Plan in die Tat umgesetzt wurde. Die Vereinsausflüge führten in diesen Jahren nach Garmisch, in den Bayerischen Wald und an die innerdeutsche Grenze.
Bei der Generalversammlung 1983 wurde Werner Franz neuer Kommandant; der bisherige Amtsinhaber Konrad Gmeiner übernahm den Stellvertreterposten. Auch unter dem neuen Kommandanten wurde der Ausbildung ein hoher Stellenwert zuerkannt. 1983 errangen die ersten Wehrmänner die Höchststufe.
In Anerkennung seiner großen Verdienste bei der Aufbauarbeit nach dem Kriege wurde 1984 Albert Waldhier zum Ehrenkommandanten ernannt.
Auf Anregung von 2. Vorstand Josef Müller wurde ab 1984 auch ein eigener Feuerwehrgottesdienst auf dem Fahrenberg gefeiert. Dieser wurde inzwischen zur liebgewordenen Tradition. Vorstand Schaller initiierte auch mehrere Bildersuchfahrten, die guten Anklang fanden.
1987 legten gleich fünf Gruppen Leistungsprüfungen ab. In diesem Jahr startete dann auch das erste Dorffest, das gleich ein Riesenerfolg wurde und heute ein beliebter und fester Bestandteil im Vereinsleben der Gemeinde ist.
Bei der Generalversammlung 1988 trat Werner Franz als Kommandant zurück. Sein Nachfolger wurde Manfred Feiler und dessen Stellvertreter Rudi Bayer. Neuer Vorstand wurde Ernst Müller, Franz Schaller wurde sein Stellvertreter.
Da das Löschfahrzeug inzwischen 21 Jahre auf dem Buckel hatte, wurden von der neuen Vorstandschaft bald Überlegungen wegen einer Neuanschaffung angestellt. Im Herbst 1989 traten diese dann in die entscheidende Phase: Im Rahmen von Ausschusssitzungen und mit Bürgermeister Bergler wurde die Angelegenheit diskutiert, Angebote wurden eingeholt und mögliche Zuschussquellen ausgelotet.
Neuland betrat die Wehr mit dem Vereinsausflug 1990, führte er doch ins Erzgebirge und damit in die damals noch existierende DDR. Dabei wurde auch mit der kleinen Wehr Tellerhäuser Verbindung aufgenommen und Patenschaft geschlossen, die nach hoffnungsvollen Ansätzen aber von Tellerhäuserer Seite wieder einschlief. Im Mai 1991 war es dann schließlich soweit: Das neue Löschfahrzeug konnte abgeholt werden. Im Vorfeld war das Gerätehaus instandgesetzt worden: Ein neues Tor mit Glasausschnitt sowie neue Fenster wurden eingesetzt. 



Als Auftakt des fünften Dorffestes erhielt in feierlichem Rahmen das neue Fahrzeug durch Pfarrer Renner den Segen der Kirche, ebenso die neue Pumpe. Bürgermeister Franz Bergler überreichte den Schlüssel des Fahrzeugs an Kommandant Manfred Feiler. Vor zahlreichen Ehrengästen sprachen Staatsminister August Lang, stellvertretender Landrat Willi Neuser und KBR Beutler der Bernriether Wehr großes Lob aus für die geleistete Arbeit, die Vorstand Ernst Müller mit eindrucksvollen Zahlen untermauerte. Das anschließende Dorffest war ebenfalls wieder ein Bombenerfolg.
Im selben Jahr - angespornt durch das neue Fahrzeug - unterzogen sich wieder vier Gruppen den Leistungsprüfungen. Am 30. 11. 1991 wurden im Rahmen eines Kameradschaftsabends im Schutzhaus Fahrenberg zahlreiche Kameraden geehrt bzw. befördert. Landrat Anton Binner bezeichnete in seiner Ansprache die Feuerwehrleute als die „wahren Samariter unserer Zeit". Für das Waldthurner Heimatfest 1992 ließen sich die Bernriether Wehrmänner etwas Besonderes einfallen: Gleich zwei Festwägen fuhren im Festzug mit. Neben dem prächtig herausgeputzten Wagen der Waldarbeiter wurde auch eine detailgetreue Nachbildung der Fahrenbergkirche mitgeführt. Den Plan hierzu hatte Donat Ach nach dem noch erhaltenen Originalplänen erstellt, und unter der Oberleitung von Albert Wüst jun. schufen dann zahlreiche Helfer in etwa vier Wochen intensiver Arbeit ein wahres Meisterwerk. Auf Anregung von Pfarrer Renner, der sich über das Werk begeistert zeigte, wurde es in der Buchbergerhalle aufbewahrt.
Auch 1993 errangen wieder drei Gruppen die begehrten Leistungsabzeichen. Die Neuwahlen 1994 ergaben einen eindeutigen Vertrauensbeweis für die amtierende Vorstandschaft. Kassier Johann Feiler sen. übergab nach jahrzehntelanger gewissenhafter Arbeit sein Amt an Albert Wüst jun. für seine Verdienste wurde Feiler zum Ehrenkassier ernannt. Nach einigen Jahren Pause wurde 1994 wieder ein Vereinsausflug unternommen; das Ziel war der Nationalpark Bayerischer Wald. Anfang Dezember wurde erstmals am Dorfeingang ein Christbaum aufgestellt, und für die Kinder kam im Rahmen einer kleinen Feier der Nikolaus.
Das Dorffest 1995 brachte eine kleine Änderung: Um den ständigen Terminverschiebungen auszuweichen, legte der Vereinsausschuss das Dorffest ab jetzt auf jeweils den zweiten Sonntag im August. Auch dieses mittlerweile 8. Dorffest wurde wieder - wie alle anderen auch - ein voller Erfolg. Und auch in diesem Jahr legten im November wieder drei Gruppen die Leistungsprüfungen mit Erfolg ab. Das Jahr 1996 brachte den überraschenden Rücktritt des 1. Vorstands Ernst Müller. Seine Amtsgeschäfte führte bis zur nächsten Generalversammlung der 2. Vorstand Franz Schaller.
Bei der folgenden Generalversammlung wurde dann mit überwältigender Mehrheit Reinhold Kominowski zum 1. Vorstand gewählt. Ein Höhepunkt dieses Jahres war die Errichtung eines Musikpodiums: Da das alte „Kellerhäus'l" längst baufällig geworden war, entschloss man sich zum Neubau mit Überdachung der Musikbühne. Dieser wurde dann beim Dorffest 1997 eingeweiht. Ein Höhepunkt dieses Jahres wurde auch der Auftritt von Toni Lauerer im Gasthof Lohbauer, Bibershof, am 24.10.:
Vor total besetzten Rängen lief Lauerer zu wahrer Hochform auf. Alfons Gollwitzer sorgte für die musikalische Umrahmung.

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Freiwillige Feuerwehr Bernrieth e. V.

Unterfahrenberg 4

92727 Waldthurn

Telefon: +49 (0) 9654 / 1442

E-Mail: info(@)ffw(-)bernrieth(.)de

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